work

Arbeit ist unsere ALLES begründende Wirklichkeit (Engels). Engels definiert in "Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen", Arbeit als existenzielle Grundbedingung schlechthin: "Arbeit ist die erste Grundlage des menschlichen Lebens und in einer Weise dominant, dass wir sagen müssen - sie hat den Menschen selbst erschaffen!"

ARBEIT: eine existenzielle Grundbedingung?

Im ZwischenRaum zwischen materieller und immaterieller Arbeit machen wir uns auf die Spurensuche nach dem verschwindenden Wert von „Arbeit“ an sich, finden Tätigkeiten des Gelderwerbs, die als Berufe vom Verschwinden bedroht sind, oder solche, die es bei uns gar nie geben könnte. GapStarPro geht davon aus, dass jede Kultur kulturspezifische Arbeitsweisen/ Leitmodelle von materieller und immaterieller Arbeit hervorbringt. Ob eine Arbeit in einer Gesellschaft jedoch überhaupt als solche wahrgenommen wird, hängt nicht zuletzt vom gesellschaftlichen Stellenwert derer ab, die sie verrichten.

Im ZwischenRaum zwischen materieller und immaterieller Arbeit finden wir über den Ursprung der Philosphie des Yoga auch die Beziehungsachse zwischen Europa und Indien. Die Betrachtungsweise liegt immer auf mehreren Ebenen der Disziplin: die physische Disziplin oder Körperhaltung, die mentale Disziplin oder innere Einstellung und den möglichen Grad von Befriedigung oder Erfüllung, der durch oder über die „Arbeit“ erreicht werden soll. Der Körper neigt dazu, bei der Arbeit bestimmte Haltungen einzunehmen, je nach Grad der körperlich-geistigen Anstrengung. Also haben wir Menschen an unterschiedlichsten Orten der Anstrengung, die materielle wie immaterielle Arbeit beinhalten, ins Bild gesetzt.

Will man etwas in Erfahrung bringen über ARBEIT als jene transpersonale Disziplin, wie wir sie heute kennen, sollte man nach Indien reisen, zur Wiege aller selbst- optimierenden Disziplinierungsmaschinen, zusammengefasst in einem einzigen Wort: YOGA, jene Disziplin, die uns lehrt, wie man den Körper an den Geist bindet und umgekehrt, in einem freiwilligen Prozess der Selbstunterwerfung. In diesem Zusammenhang vielleicht erwähnenswert: Yoga läßt sich auch von< Yugum= das Joch> ableiten,  eines der ältesten Kulturwerkzeuge der Menschheit. Tiere waren übrigens unter den ersten das vom Menschen erfundene Joch zu nehmen: als Zugpferde, Kriegspferde, Mulis, Esel, Ochsen, Kamele arbeiteten sie von Anfang an unterbezahlt im Dienste der Menschen:

"Judging by a rather idealistic definition, work should not just liberate humans in material terms, but also pave the way to more  freedom. So man invented work  as a tool and strategy on his autopoyetic way towards his optimum -must be some kind of inherent masterplan - and just like the example of non-trivial machines, described by Heinz v. Foerster, the self- proclaimed creator of himself urges forward, upward or downward in an constant inner drive to surpass himself  and others to become more and more brillant through the excellency of his/her work. And in order to achieve this goal of self-optimization or transfigurization, man has generated numerous interpretations of creation, or produced works of art that would reflect creation. In continuation of this way of discipline, he once invented the YOKE, symbolized by the plow, one of the oldest man-made cultural tools, an inumerable number of machines, devices, equipment and vehicles to transport him beyond his limits and to enforce his own significance of which he can never be sure enough due to fact of being human, which is mortal, by the way.

Remember: Everything we carry, use, where we live in or drive with is materialized work, was once immaterial or merely existing as an idea or cencept in the "in between space" between thought, feeling and action.

Antonio Negri und Michael Hardt, haben erstmals  in ihrem Buch „Empire“ (2000) die immaterielle Arbeit als differenzierenden Begriff  eingeführt der als neue Arbeitsform von Robert Foltin (2004) beschrieben wird: „Die jetzt dominierende immaterielle Arbeit ist materiell, es werden Körper und Hirne eingesetzt, aber die Produkte sind immateriell wie etwa Wissen und Kommunikation.“ 
Der Begriff des Postfordismus beschreibt, wie sich dadurch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit vermischen, und die Fließbandarbeit durch eine Arbeitsform ersetzt wurde, welche  oberflächlich betrachtet,  ursprünglich mehr Freiheit und Individualität beinhaltete.

„Since the production of services results in no material and durable good, we might define the labor involved in this production as immaterial labour, that is labor that produces an immaterial good, such as a service, knowledge, or communication.“

Nun da ARBEIT alle bewussten und schöpferischen Prozesse einer intensiven Auseinandersetzung der menschlichen Existenz mit seiner Natur und der Gesellschaft beinhaltet, gibt es praktisch keinen Moment, wo wir nicht arbeiten können oder sollen, hat sich ganz unbemerkt das,  in den allgemeinen Menschenrechten verbriefte, Recht auf Arbeit, in den Zwang, überall und jederzeit arbeiten zu müssen, verwandelt,  bei gleichzeitiger, schleichender Entwertung der menschlichen  Arbeit an sich. Die vielen technischen und digitalen Hilfsmittel, die diese Art zu arbeiten überhaupt erst ermöglichen, verschleiern allerdings nicht nur die Tatsache des entwertenden Lohndumpings sogenannter Mc Jobs, sondern auch die Gefahren der durch einen entfesselten Wirtschaftsliberalismus losgetretenen globalen Vernetzung unterschiedlichster Abhängigkeiten.

"The mercyless and globalized concept of WORK veiling and disguising the now internalized process of disentanglement and alienation between the worker and  the produced goods in order to make the working poor believe to figure a role in a quasi autopoietic mechanism of making transcultural goods for a global market: O Lord can u give me a Mercedes Benz, my friends all drive Porsche ( janis joplin).....Without a deep questioning of the prevailing concepts of  WORK- PERFORMANCE-PRODUCTION and MARKET to their usefulness in terms of human consciousness development (global fair fair work- fair trade-fair payment), (hu)man, as the creator and inventor  of his/her world threatens to hoplessly drown in a tremendous turmoil of global waste, generated by a cheap and under questionable conditions with risky side effects manufactured world of things or products, that in the end have been good for nothing except by increasing the profit of some very rich   increasing at the same time the suffering of a growing majority". (... you can fool some people some time, but you cannot fool all the people all the time...Bob Marley)